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14.04.2005

Heimstätte heizt die Sonne ein

Solarpanel am Gerhart-Hauptmann-Ring versorgen jetzt 50 Parteien mit Strom und Wärme

Es ist nicht der imposante Blick auf die Skyline, der die kleine Versammlung auf das Dach des Hauses Gerhart-Hauptmann-Ring 412 steigen ließ. Stattdessen lenkt Klaus Schür die Aufmerksamkeit auf die Dächer einiger umliegender Häuser. Stolz zeigt der Leiter der Photovoltaik-Abteilung der Firma Dachland auf die unzähligen Solarmodule. Das Besondere daran: Zusammengenommen produziert die auf zwölf Häuser verteilte Anlage, die an diesem Tag offiziell in Betrieb geht, mehr Sonnenstrom als jede andere ihrer Art in Frankfurt.

Mit einer Gesamtleistung von 203,54 KWp (Kilowatt peak) ist dieses Anlage der Nassauischen Heimstätte vier Mal so groß wie die bisher größte in der Mainmetropole auf dem Dach der Uni-Klinik. Auf 5860 Quadratmetern Dachfläche ist das aus 1200 Photovoltaik-Modulen bestehende Sonnenkraftwerk aufgebaut. Je nach Größe liefern die einzelnen Teile eine maximale Leistung zwischen 11,88 KWp und 27,30 KWp. «Damit lassen sich 50 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen», sagt Thomas Dilger, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätten.

Verbraucht werde der so erzeugte Strom allerdings nicht von den Hausbewohnern selbst, erläutert Schür. «Für jede ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde bekommt die Nassauische Heimstätte einen gesetzlich garantierten Preis von 54 Cent.» Bei einem Strompreis von meist 13 bis 15 Cent sei es billiger, Energie auf dem freien Markt zu kaufen.

Die Bedeutung von Photovoltaikanlagen könne man daran ermessen, das die neue Anlage jedes Jahr 137 000 Tonnen des Klimakillers CO2 einspare, sagt Bürgermeister Achim Vandreike (SPD). Die Nassauische Heimstätte sei bei der Verbreitung der Technologie ein gutes Beispiel. «Viele private Hausbesitzer haben Vorbehalte: Wie lange halten die Anlagen? Lohnt sich das finanziell?» Der öffentliche Wohnungsbau habe daher Vorbildcharakter. Neue Nahrung habe die Klimadebatte mit der Diskussion um die Gefahr durch den Feinstaub bekommen. «Alles konzentriert sich auf den Straßenverkehr. Dabei entsteht ein Drittel dieser Stoffe bei der Energieerzeugung.» Sauberer Strom sei genauso wichtig wie der Einbau von Partikelfiltern in Autos. «Es gibt viele finanzielle Anreize, auch für private Bauherren», sagt Vandreike. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau etwa gewähre preiswerte Kredite. In Frankfurt gebe es Millionen von Quadratmetern Dachfläche, auf denen Photovoltaik-Anlagen entstehen könnten.

Bei allen Vorteilen für die Umwelt, sei der Bau der Photovoltaikanlage keine «ideelle Veranstaltung», sagt Dilger. Innerhalb von zehn Jahren amortisierten sich die Kosten für den Bau der Anlage in Höhe von etwas mehr als einer Million Euro. «Dann beginnt das Projekt, Geld zu verdienen.» Das sei nur möglich, weil die durch die für die nächsten 20 Jahre garantierten Abnahmepreise Planungssicherheit entstehe.

Jene Zeiten, in denen die Produktion der Photovoltaik-Module mehr Energie verbrauchte, als sie selbst produzieren konnten, seien lange vorbei. «Nach vier Jahren haben sie in ihre Produktion gesteckte Energie bereits produziert, bei einer Lebensdauer von 25 bis 35 Jahren.» Selbst nach 20 Jahren sei der Wirkungsgrad der Anlagen noch sehr hoch. Außerdem seien die Anlagen einfach zu warten. «Die Module reinigen sich selbst.» Auch der Platzbedarf für die Technik zur Umwandlung des erzeugten Gleichstroms in 220 Volt Wechselstrom sei gering.

Ursprünglich habe die Nassauische Heimstätte mehr als 12 000 Quadratmeter Dachfläche mit Photovoltaikanlagen ausstatten wollen, sagt Dilger. Doch nicht alle Dächer seien geeignet gewesen. «Andere müssen in absehbarer Zeit saniert werden. Deshalb warten wir dort noch mit dem Bau solcher Anlagen.» Inzwischen könnten Solaranlagen nicht nur auf Flachdächern wie bei der Nassauischen Heimstätte aufgestellt werden, weis Schür. Moderne Module könnten selbst in die Dächer von Leichtbauhallen integriert werden. Auch Fassadenelemente, ja selbst Fenster könnten mit der Technologie ausgestattet werden. Noch ist der Anteil des in Frankfurt produzierten Sonnenstroms gering.

Nach Auskunft der Mainova wurden 2004 insgesamt 489 KWp Solarstrom in das Netz eingespeist. Im gleichen Zeitraum lieferte die Mainova 3,4 Millarden KWp an ihre Kunden. (hau)




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