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06.06.2005

Freiwilliger Polizeidienst hat sich bewährt

Die beiden Frankfurter Landtagsabgeordneten Alfons Gerling und Ulrich Caspar (CDU), haben sich mit einer kleinen Anfrage an die Hessische Landesregierung nach Erfahrungen hinsichtlich des Freiwilligen Polizeidienstes erkundigt und detaillierte Antwort seitens des Innenministeriums erhalten.

So seien bislang 61 Koordinationsverträge zwischen Kommunen und Innenministerium geschlossen worden und etwa 310 Personen im Freiwilligen Polizeidienst tätig, weitere Kommunen werden in naher Zukunft ebenfalls einen Freiwilligen Polizeidienst einrichten. Es habe sich gezeigt, dass das Angebot von Freiwilligen Helferinnen und Helfern von der Bevölkerung überaus positiv angenommen werde. So würden die Freiwilligen Polizisten als kompetente Ansprechpartner in Sicherheitsfragen gerne gesehen und könnten zum Verständnis zwischen Bürgern und der Polizei beitragen. Durch Beraten, Melden und Vermitteln sei in vielen Fällen frühzeitige und schnelle Abhilfe möglich gewesen. Dies erhöhe massiv das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger, so Gerling und Caspar. Dabei habe sich auch bestätigt, dass die Freiwilligen Polizeikräfte nicht als Rambos sondern als Nachbarn in Uniform angesehen würden. Dies zeige, dass der von der Landesregierung eingeschlagene Weg richtig sei, führten die beiden Landtagsabgeordneten aus. Sie legten dar, dass die projektbegleitenden wissenschaftlichen Evaluationsstudien zudem ergeben hätten, dass der Freiwillige Polizeidienst den Polizeivollzugsdienst von präventiven Tätigkeiten, insbesondere bei Großveranstaltungen, bei der Beseitigung von Störungen und Verstößen im ruhenden Verkehr und beim Streifendienst entlastet würde. Weitere Unterstützungen der Polizei wären durch Informationen über Ordnungswidrigkeiten, mögliche Gefahren und Straftaten sowie vereinzelt konkrete Ermittlungen erfolgt.

Nach Ansicht von Gerling und Caspar finde das zusätzliche Angebot an polizeilicher Präsenz nachweislich breite Zustimmung bei der Bevölkerung. Es sei festzustellen, dass die Zustimmung dort am größten sei, wo ehrenamtliche Helfer die Lebensbereiche der Bürgerinnen und Bürger aufsuchten und ein längerfristiger persönlicher Kontakt bestehe, so in Wohn- und Geschäftsbereichen, erklärten die beiden Landtagsabgeordneten. Freiwillige Helferinnen und Helfer konnten somit nachweislich das Sicherheitsgefühl in den so genannten “Angsträumen“ wie in Parks, auf Friedhöfen, an Bushaltestellen oder in Fußgängerzonen stärken, da sie als Ansprechpartner zur Verfügung stünden, aber auch abschreckend auf potenzielle Straftäter wirkten. Umso unverständlicher sei es nach Ansicht der beiden Christdemokraten, dass sich Grüne und insbesondere die SPD in Frankfurt so strikt dagegen wehrten, den Freiwilligen Polizeidienst in Frankfurt am Main einzuführen. Sie müssten sich daher die Frage stellen lassen, auf wessen Seite sie stünden und ob ihnen die Sicherheit der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger so wenig bedeute, dass sie nicht auf das berechtigte Sicherheitsbedürfnis der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger eingingen, so Gerling und Caspar abschließend.




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