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06.06.2007

25 Jahre danach: Gen-Spur bringt Mörder hinter Gitter

Am Ende einer Reihe aufwühlender Prozesstage blieb den Eltern der ermordeten Beatrix nur die Genugtuung, dass der Mörder des 16 Jahre alten Mädchens für sehr lange Zeit hinter Gittern verschwinden wird.

Mehr als 25 Jahre nach der Tat verurteilte die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Frankfurt am Dienstag den verheirateten Täter, selbst Vater einer Tochter, zu lebenslanger Haft. Den Mord ohne Zeugen konnte das Gericht aber nur ungefähr rekonstruieren, und ohne die Fortschritte der Kriminaltechnik wäre die Verurteilung gar nicht möglich gewesen.

Der Fall vom 11. Dezember 1981 hatte die Frankfurter Bevölkerung bewegt wie kaum ein anderer. In dem damals noch recht neuen Wohn- und Geschäftsviertel Nordweststadt hatte ein Triebtäter eine attraktive und in ihrem Umfeld sehr beliebte 16-Jährige kurz vor Mitternacht erstochen, im Sterben vergewaltigt und dann einfach liegen lassen. Selbst hartgesottene Polizisten mussten bei ihren Aussagen um Fassung ringen, als sie schilderten, wie sie das Mädchen auf der Empore des Einkaufszentrums gefunden haben.

Die Wut der Bevölkerung steigerte sich, als der Mörder trotz großer Anstrengungen der Polizei nicht zu fassen war. Auch der tatsächliche Täter geriet damals ins Visier der Ermittler, konnte aber ein Alibi vorweisen, das ihm seine Mutter verschafft hatte. Bei der Obduktion der Leiche wurde mit einem Abstrich zwar eindeutig festgestellt, dass der Täter sie missbraucht hatte, doch von einem Gen-Beweis war die Polizei im Jahr 1981 noch weit entfernt. Schlimmer noch: Mit den Abstrichen wurden die Proben verbraucht.

Dass 25 Jahre später dennoch eine Gen-Spur des Täters auftauchte, ist für den Biologen Dr. Harald Schneider vom Hessischen Landeskriminalamt vergleichbar mit der berühmten Nadel im Heuhaufen. «Man muss auch mal Glück haben», sagt der Chef der DNA-Ermittler in Wiesbaden, der sich auf Altfälle spezialisiert hat. Sein erster Schritt ist dabei immer die Sichtung der noch vorhandenen Asservate vom Tatort. «Die Akten sind häufig nicht mehr zu lesen und viele Spuren einfach verschwunden», klagt er. Doch im Fall Beatrix fand er ein aufbewahrtes Büschel Schamhaare des Opfers mit einer kaum sichtbaren Sekretverklebung. Diese war so winzig, dass bis heute nicht genau feststeht, um welche Körperflüssigkeit des Mörders es sich handelt. Doch das entscheidende Puzzlestück war gefunden.

Nach einem Reihentest leugnete der heute 49 Jahre alte Gerüstbauer Jürgen E. nicht, sich in dieser Nacht im Zentrum herumgetrieben zu haben. Er wollte sich nackt einer Frau zeigen oder sie vergewaltigen, wie er es vor und nach Beatrix mehrfach getan hat. Ein Springmesser hatte der damals 24 Jahre alte Mann, der sich selbst als «Macho» sah, in der fraglichen Dezembernacht auch dabei.

Sechs längst verjährte Vergewaltigungen gab er gleich noch mit zu, denn belangt werden konnte er deswegen nicht mehr. Im Fall Beatrix verlegte er sich hingegen auf eine nicht nachvollziehbare Unfallversion. Das Mädchen sei ihm auf einem Treppenabsatz ins Messer gefallen, das er zuvor mehr im Schreck über die jähe Begegnung gezogen haben wollte. Das Gericht sah diese Version als widerlegt an und geht von einem klassischen Sexualmord aus. Der Vorsitzende Richter Hans Bachl fasste das Motiv zusammen: «Es ging ihm nicht ums Töten. Beatrix sollte Ruhe geben, damit er sie vergewaltigen konnte.»




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